Laute Geräuschkulisse, viele Menschen und permanente Erreichbarkeit – man kennt es nur zu gut. In der heutigen Zeit sind wir ständig von Lärm umgeben, sei es der Verkehrslärm, das Klingeln von Handys oder das laute Gespräch der Menschen um uns herum. Die Strassen sind überfüllt, die Züge sind voll. Inmitten des täglichen Trubels gerät es leicht in Vergessenheit: Wir leben in einem Land, das uns unendlich viel zu bieten hat. Direkt vor unserer Haustür erstrecken sich atemberaubende Landschaften, die nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden.
Wir nutzten die wenigen regenfreien Tage Anfang Mai und machten uns auf den Weg nach Flims. Neben der Planung der einzelnen Wanderungen mussten wir auch prüfen, ob Drohnenflüge erlaubt waren. Die Drehtage begannen früh am Morgen vor Sonnenaufgang und endeten erst, wenn die Sonne wieder unterging. Mit tausenden Schritten auf unserer Health-App fielen wir abends glücklich, aber müde ins Bett. Wir hatten bereits den Crestasee, die Rheinschlucht und Trutg dil Flem im Kasten. Doch für unseren Film fehlten uns noch Szenen mit beeindruckender Aussicht und echtem «Berg-Feeling». Leider mussten wir unsere geliebten Jöriseen, da sie zu hoch lagen und noch komplett mit Schnee bedeckt waren, von unserer Liste streichen. Daher beschlossen wir, am letzten Tag bereits morgens die Rückfahrt in die Zentralschweiz anzutreten und einen Zwischenstopp in Emmetten einzulegen. Zu unserer Freude konnten wir mit der Seilbahn hinauffahren und von dort aus zum Niederbauen Kulm wandern. Die Aussicht über den Vierwaldstättersee war atemberaubend und genau das, was uns noch gefehlt hatte. Wir nutzten die Zeit voll aus und mussten schliesslich den letzten Teil sprinten, um die letzte Gondel zu erreichen.